Ein besonderer Tag für die Fahrzeug-Werke LUEG AG: Pünktlich zum Ausbildungsstart 2026 begrüßt das Unternehmen gruppenweit 78 neue Auszubildende. Gleichzeitig kehrt ein Stück Ausbildungsgeschichte an seinen Ursprung zurück. Im Rahmen der zentralen Willkommensveranstaltung im Essener Funke Medien Center überreichte die IHK Mittleres Ruhrgebiet ein historisches Facharbeiterprüfungszeugnis aus dem Jahr 1928 an LUEG. „Dass wir heute, fast 100 Jahre nach der Ausstellung dieses Zeugnisses, so viele junge Talente begrüßen, ist kein Zufall – es ist das Fundament unserer Strategie. Das Dokument von 1928 erinnert uns eindrucksvoll daran, dass LUEG seit jeher nicht nur Fahrzeuge bewegt, sondern auch Lebenswege prägt. Unsere Leidenschaft, junge Menschen stark zu machen, zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Geschichte“, sagt Martijn Storm, Vorstandssprecher der Fahrzeug-Werke LUEG AG.
Insgesamt beginnen in diesem Spätsommer 78 junge Menschen ihre Karriere in der LUEG Gruppe. Die Auszubildenden verteilen sich auf vielfältige kaufmännische und gewerbliche Berufe sowie duale Studiengänge an den Standorten in Nordrhein-Westfalen, in Zwickau/Aue, in der Schweiz sowie bei der Tochtergesellschaft WAS. Alle Nachwuchskräfte profitieren von zahlreichen Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung – etwa durch praxisnahe Workshops, fachliche Schulungen und individuelle Fördermaßnahmen.
Über 100 Jahre Ausbildungstradition: Das Zeugnis von Hermann Elspermann
Für LUEG hat die Ausbildung der eigenen Fachkräfte eine lange Tradition: Ihre Wurzeln reichen bis in die Anfänge des Unternehmens vor mehr als 150 Jahren zurück; seit mehr als 100 Jahren ist die Ausbildung im Unternehmen dokumentiert, wie das fast 100 Jahre alte Facharbeiterprüfungszeugnis des Karosserieschlossers Hermann Elspermann eindrucksvoll zeigt.
Schon Firmengründer Friedrich Lueg war für den Bau hochwertiger Kutschen auf qualifizierte Fachkräfte wie Stellmacher, Schreiner, Schmiede, Sattler, Karosseriebauer und Lackierer angewiesen. Mit dem Einstieg in den Automobilbau ab 1903 kamen neue Kompetenzen für Elektrik und Motorentechnik hinzu. 1926 gehörten Kfz-Schlosser und Kfz-Elektriker zu den eigenen Berufsbildern – Vorläufer des heutigen Kfz-Mechatronikers. Kfz-Schlosser wurden damals vier Jahre ausgebildet und erhielten zwischen 20 Reichsmark Lehrgeld im ersten und 60 Reichsmark im vierten Jahr. In den späten 1920er-Jahren beschäftigte LUEG bereits mehr als 100, zeitweise sogar rund 150 Auszubildende gleichzeitig – und hielt auch in Kriegs- und Krisenzeiten an der Ausbildung fest. Das kunstvoll illustrierte Facharbeiterprüfungszeugnis, das die IHK im Oktober 1928 an den damals 19-jährigen Karosserieschlosser Hermann Elspermann ausstellte, wurde beim Ausbildungsstart feierlich an die LUEG Führung übergeben. „Das Zeugnis macht deutlich: LUEG leistet seit mehr als einem Jahrhundert einen wertvollen Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserer Region und ist ein wichtiger Ausbildungsbetrieb mit langer Geschichte in unserem Kammerbezirk“, sagt Fatma Yüceoglu, kommissarische Hauptgeschäftsführerin IHK Mittleres Ruhrgebiet.
Ausbildung als wichtiger Teil der Unternehmensstrategie
Dabei ist die Ausbildung im eigenen Haus für LUEG mehr als reine Tradition – sie ist als wesentlicher Teil der Fachkräftegewinnung ein wichtiger Aspekt der Unternehmensstrategie. „LUEG bildet seit mehr als 100 Jahren aus. Damals wie heute ist die Ausbildung junger Menschen fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert: Indem wir Fachkräfte ausbilden, investieren wir nicht nur in die Zukunft des Unternehmens, sondern auch in die persönliche Zukunft dieser Menschen und in die der Region. Damit leisten wir einen wichtigen sozialen wie gesellschaftlichen Beitrag – einen Beitrag, den wir gerne leisten“, sagt Martijn Storm.
Investition in die Zukunft durch innovative Wege
LUEG ruht sich jedoch nicht auf dieser über 100-jährigen Tradition aus, sondern investiert gezielt in die Zukunft. So betreibt das Unternehmen in der technischen Ausbildung beispielsweise ein gemeinsames Ausbildungszentrum in enger Kooperation mit den Entsorgungsbetrieben Essen (ebe), um Synergien zu nutzen und langfristig ein hohes Ausbildungsniveau zu sichern. Um die Generation Z optimal zu erreichen, geht LUEG zudem bei der Nachwuchsgewinnung unkonventionelle Wege: Die actiongeladene Azubi-Kampagne auf dem TikTok-Kanal „lueg_youngstars“, in der sich reale Auszubildende als Gesichter von LUEG präsentieren, erreicht regelmäßig Rekordwerte bei den Bewerbungen. Die Technologien und Berufsbilder haben sich bei LUEG grundlegend verändert, die Bedeutung der Ausbildung ist geblieben: Während Karosserieschlosser wie Elspermann oder Mechaniker noch bis in die 1970er-Jahre ihre Diagnosen oft per Gehör, Geruchs- oder Tastsinn durchführten und die Ausbildung klassisch mit einer „Drahtbiegeprobe“ begann, nutzen Auszubildende bei LUEG heute von Tag eins an moderne iPads, digitale Diagnosegeräte und E-Learning-Plattformen.
Bewerber-Rekord für Ausbildung bei LUEG
Das Interesse an einer Ausbildung bei LUEG ist enorm: Mit mehr als 2.000 Bewerbungen für die Standorte der LUEG Gruppe verzeichnet das Unternehmen für den diesjährigen Jahrgang einen neuen Bewerber-Rekord. „Wer sich für eine Ausbildung bei LUEG entscheidet, entscheidet sich für einen Arbeitgeber mit regionalen Wurzeln und Perspektive. Wir wollen Menschen eine Perspektive geben und sie fachlich wie persönlich stark machen“, sagt Stefan Jansen, Mitglied des Vorstands bei der Fahrzeug-Werke LUEG AG.
Für die neuen Auszubildenden startete der erste Tag mit einem umfassenden Onboarding-Programm. In Essen standen neben der Unternehmenspräsentation durch den Vorstand auch interaktive Workshops mit „Grow Together“ auf der Agenda. Im Anschluss folgt eine Schulungswoche zu übergreifenden Themen wie Arbeitssicherheit, Customer Excellence und der Werte-Kultur von LUEG.
Kontakt für Presseanfragen:
Shira Reineking
Leiterin Marketing und Kommunikation
Fahrzeug-Werke LUEG AG
Mobil +49 151 15779569
shira.reinekinglueg "«@&.de
LUEG – Vom klassischen Autohaus zum internationalen Mobilitätsanbieter
Das Familienunternehmen LUEG wurde 1868 als Wagenfabrik in Bochum gegründet und ist heute einer der größten Mobilitätsanbieter Deutschlands. Unter dem Dach der Fahrzeug-Werke LUEG AG als Holding vereinen sich innerhalb der international tätigen Unternehmensgruppe europaweit neun Gesellschaften mit fast 3.100 Mitarbeitenden, tätig in Deutschland, der Schweiz und Polen. Die LUEG Unternehmensgruppe vereint zwei starke Geschäftsfelder: Automobilhandel und Fahrzeugbau. Im Handel ist LUEG mit traditionsreichen Marken wie Mercedes-Benz, Daimler Truck, smart, Volvo und Ferrari vertreten. Neben dem klassischen Autohaus-Geschäft vom Verkauf bis zum Service umfasst das Portfolio auch spezifische Mobilitätslösungen wie Flotten- und Schadensmanagement. Im Bereich Fahrzeugbau erzielte die LUEG Tochter WAS durch die Integration des Fahrzeugbau-Unternehmens BAUS Weltmarktführerschaft im Ambulanz- und Spezialfahrzeugbau.